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Wer stiften geht, hinterlässt etwas Bleibendes

Empfang zum Buß- und Bettag und Vorstellung der Gemeinschaftsstiftung

Wer stiften geht, hinterlässt etwas Bleibendes

Beim Empfang in der Gustav-Adolf-Kirche Dr. Reinhard Höppner, Superintendent Peter Burkowski und Pfr. Günter Johnsdorf (v.r.n.l.)

Mit einem erstmaligen öffentlichen Empfang und einem Festvortrag von Dr. Reinhard Höppner stellte der Ev. Kirchenkreis Recklinghausen am die neue Gemeinschaftsstiftung für Kirche und Diakonie "ernten und säen" in der Gustav-Adolf-Kirche in Recklinghausen vor. Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von der Gruppe "Daybreak".

Der Gastredner Dr. Reinhard Höppner, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2007 und Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt von 1994 bis 2002, stellte seine Zeitansage und Einmischung unter das diesjährige Kirchentagsmotto "Lebendig und kräftig und schärfer…" aus dem Hebräerbrief (4,12). Seine eigenen Erfahrungen mit dem Christsein in der DDR in der "Jungen Gemeinde" seien für ihn die Schlüsselerfahrung, wie man heute „mutig Christ sein und erkennbar Verantwortung übernehmen“ könne. Ausdrücklich gehört für ihn ein politisches Verständnis des Christseins dazu, gerade in einer Zeit der Umbrüche und der Traditionsabbrüche. Kirche habe das Evangelium in einer Zeit der anhaltenden Säkularisierung nach wie vor klar und deutlich zu verkünden, wenn Christen den Missionsbefehl ernst nähmen. Beim letzten Kirchentag habe sich wieder gezeigt, "wenn die Kirche etwas Konkretes zu sagen habe, sei es umstritten". Seine Position, Feindesliebe gelte auch gegenüber Terroristen, habe dies beim letzten Kirchentag verdeutlicht. "Gott ist in den Schwachen mächtig. Keiner kann sich der Verantwortung entziehen. Die Welt braucht es", schloss Höppner seine Rede und sorgte so für eine brilliante Überleitung.

Die neue Gemeinschaftsstiftung solle aufzeigen, wie Kirche ihre Verantwortung längerfristig wahrnehmen könne. Die Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Ulrike Preuß, erläuterte das Konzept der Dachstiftung, die mit einem Grundstock von 200.000 Euro startet. Jeder, der wolle, könne zukünftig einfach und ohne große juristische Aufwendungen unter das Dach der Gemeinschaftstiftung schlüpfen und eine eigene Stiftung sogar mit eigenem Namen gründen. Ein Startkapital von 5.000 Euro sei die vorgegebene Einstiegssumme. Die Stiftung garantiere, dass Mittel, die der Stiftung zukämen, nicht in irgendeinem Haushaltsloch landeten. Eine langfristige Perspektive sei so gesichert. Ein Beispiel für eine solche Zustiftung konnte Superintendent Peter Burkowski mit dem Ehepaar Brandt-Sperling präsentieren, die in Haltern mit ihren Mitteln gezielt die Kinder- und Jugendarbeit fördern. "Ihr seid das Licht der Welt und jetzt lasst es mal leuchten und gebt reichlich!", ermunterte Gisela Brandt-Sperling die Zuhörerschaft.

Dem Stiftungsrat gehören an:
Dr. Ulrike Preuß (Vorsitzende)
Pfr. Horst Bögeholz, Sup. Peter Burkowski, Wolfgang Heinzel, Erwin Iser, Christoph Tesche, Ernst zur Nieden

Kontaktdaten zur Stiftung "ernten und säen":
Gemeinschaftsstiftung für Kirche und Diakonie im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, Limperstr. 15, 45657 Recklinghausen
Pfarrer Günter Johnsdorf, Tel. 02361/206-141, Fax 02361/206-199, mail: guenter.johnsdorf@kk-ekvw.de

 

Text: hh, Bild: uka

 

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