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Flucht und Trauma: bevor ein „post“ erreicht ist. Ein Vortrag mit Alexander Korittko am 4. Oktober 2017, 19.30 h im Haus des Kirchenkreises

KIRCHENKREIS Flüchtlinge sind die Überlebenden von Kriegen, ethnischen Konflikten, politischer Verfolgung und ökonomischen Katastrophen. Die Kombination von Stress vor und während der Flucht und Stress im Gastland kann komplexe Folgen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder haben, vor allem dann, wenn für sie über einen langen Zeitraum kein sicherer Aufenthaltsstatus besteht.

Wenn Experten von der Möglichkeit einer Posttraumatischen Belastungsstörung bei Flüchtlingen sprechen, ist für die Betroffenen oft noch gar kein post, kein danach,erreicht. Wer Flüchtlinge betreut, versucht deren streßreichen Alltag bei uns humaner zu gestalten und hat vielleicht gleichzeitig den Blick auf Kriegs- und Flucht-Traumatisierungen in der eigenen Familie.  Die Begriffe Flucht und Trauma sind vielfach gegenwärtig.

Am Mittwoch,  dem 4. Oktober 2017, hält Alexander Korittko, um 19.30 Uhr, im Haus des Kirchenkreises, Limperstr.15, in Recklinghausen seinen Vortrag zu "Flucht und Trauma". 

Referent: Alexander Korittko, Paar- und Familientherapeut, Systemischer Lehrtherapeut und Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (zptn), Autor von mehreren Fachbüchern zum Thema Trauma-Bearbeitung

Der Eintritt ist frei

Eine Veranstaltung der Telefonseelsorge in Kooperation mit der evangelischen Akademie, der Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Recklinghausen und dem katholischen Bildungswerk.


Neue Termine„Kirche und Kino“ – 2. Halbjahr 2017

KIRCHENRKREIS Einmal im Monat dürfen sich Cineasten und Kinobegeisterte wieder auf das Programm der ökumenischen Filmreihe Kirche und Kino freuen. Passend zum Wahlmonat startet die Reihe am 13. September mit dem Film „Die Erfindung der Wahrheit“ – mit einer Sonderstartzeit um 19.30 Uhr.

Ein besonderer Anlass in diesem Jahr: Am 11. Oktober 2017 wird Jubiläum gefeiert - 15 Jahre Kirche & Kino Recklinghausen. Aus diesem Anlass lädt der Arbeitskreis Kirche & Kino um 19 Uhr zu einem „Get Together“ ins Cineworld-Foyer ein. Bei einem Glas Wein sind alle Besucher unserer anschließenden Oktober-Vorstellung herzlich eingeladen über 15 Jahre „welten bilder + bilder welten“ ins Gespräch zu kommen.

Weitere Termine sind: Mittwoch, der 8. November, und Mittwoch, der 6. Dezember.

Das komplette Programm mit allen Terminen und Filmen finden Sie in hier im aktuellen Flyer zum September bis Dezember 2017.

Von evangelischer Unterweisung zur Kompetenz - Religionsunterricht im Wandel

KIRCHENKREIS – Mehr als 25 Jahre war Holm Schüler Schulreferent der Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen. Über all die Jahre war der beliebte Schulreferent als geschätzter Fachmann stets gefragt. Nach seiner Erfahrung hat der überwiegende Teil der Schulleitungen und Religionslehrerinnen und Religionslehrer ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Der Religionsunterricht erfreut sich bei den Schülerinnen und Schülern insgesamt großer Beliebtheit, was sich auch in den geringen Abmeldezahlen ausdrückt.

Schüler hat seine Aufgabe immer als Schnittstelle zwischen Kirche und Schule in den beiden Kirchenkreisen mit über 200 Schulen und fast 1.000 Religionslehrerinnen und Religionslehrern gesehen. Besonders hob er die Arbeit der zwei Schulausschüsse mit ihren kompetenten und engagierten Mitgliedern als eine unverzichtbare Unterstützung des Schulreferats hervor.

 Holm Schüler entwickelte ein umfangreiches Angebot an Fortbildungen. Dabei sind besonders die Veranstaltungen mit Beate Leßmann hervorzuheben, die bundesweit die Säle mit dem von ihr entwickelten Konzept des „Freien Schreibens“ füllt. Studienreisen bildeten ein weiteres wichtiges Standbein, um Lehrerinnen und Lehrer miteinander in Kontakt zu bringen, aber auch Erfahrungen in anderen Ländern und Kulturen mit Schule und Religionsunterricht zu sammeln.

Verknüpft wird die Arbeit des Schulreferats mit der Mediothek im Haus des Kirchenkreises. Sie beinhaltet einen umfangreichen Bestand an religionspädagogischen Materialien. Dort erhalten Lehrerinnen und Lehrer, Pfarrerinnen und Pfarrer und weitere Interessierte Beratung und Bereitstellung unterstützender Materialien für Unterricht, Gottesdienst und Gemeindearbeit. Das Fortbildungs- und Beratungsangebot des Schulreferats und der Mediothek wird von den Lehrerinnen und Lehrern als Wertschätzung und Unterstützung angesehen und ist zumeist ökumenisch ausgerichtet.

Für den scheidenden Schulreferenten sind die großen Herausforderungen der näheren Zukunft, gerade im Ruhrgebiet, die konfessionelle Kooperation, das Verhältnis zum und die Frage von Zusammenarbeit mit dem islamischen Religionsunterricht sowie die religiöse Ansprache säkularisierter Schülerinnen und Schüler. „Evangelischer Religionsunterricht versetzt junge Menschen in die Lage, in ihrem Leben Gott die Ehre zu erweisen und verantwortungsvoll zu handeln. Er hilft Schülerinnen und Schülern, die für sie entscheidenden Fragen zu beantworten: Wo komme ich her? Vor wem habe ich mich zu verantworten? Wo gehe ich hin und was ist der Sinn des Lebens?“, so Holm Schüler. Die Aufgabe des Schulreferats werde zukünftig noch stärker darin bestehen, Gemeinde mit spirituellen Angeboten, dem Gefühl der Beheimatung und theologischen Diskussionsrunden für Lehrerinnen und Lehrer zu sein.

Für Holm Schüler ist der Dienst als Schulreferent eine interessante Aufgabe mit einer tollen Arbeit gewesen, die vielfältige Begegnungen und Erfahrungen ermöglicht und viel Freude bereitet habe.

Text und Foto: uka

 

 

Asylrechtsschulung mit Rechtsanwältin Gudrun Galster

KIRCHENKREIS Am letzten Mittwoch im Monat findet die nächste Asylrechtsschulung wieder im Haus der Kirche statt, Mittwoch, dem 26. Juli 2017, 18.00 – 20.00 Uhr im „Haus der Kirche“ (Limperstr. 15, 45657 Recklinghausen) im großen Saal im Erdgeschoss.

Das „Haus der Kirche“ liegt rechts neben der Christuskirche schräg gegenüber dem ehem. Kreiswehrersatzamt (Flüchtlingsunterkunft Elper Weg). Nehmen Sie bitte den Eingang mit den Treppenstufen direkt an der Limperstraße. Der große Saal befindet im Erdgeschoss hinter den Garderoben.

Vertrauen stärken, die Schwachen stark machen - Schulreferent Holm Schüler in den Ruhestand verabschiedet

KIRCHENKREIS – Großer Bahnhof für Holm Schüler. Der langjährige Schulreferent der Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen ist nach mehr als 25 Jahren mit einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche und einem anschließenden Empfang im Haus des Kirchenkreises in den Ruhestand verabschiedet worden. Im Gottesdienst entpflichteten Superintendentin Katrin Göckenjan und Superintendent Dietmar Chudaska Holm Schüler von seinen Aufgaben, Diensten und Pflichten und wünschten ihm für den Ruhestand alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.
Vertrauen stärken, die Schwachen stark machen - Schulreferent Holm Schüler in den Ruhestand verabschiedet

Superintendentin Katrin Göckenjan und Superintendent Dietmar Chudaska (rechts) entpflichteten Schulreferent Holm Schüler von seinen Aufgaben, Diensten und Pflichten.

In seiner Predigt nahm Holm Schüler das Spannungsfeld zwischen Lehrer und Schüler anhand einiger biblischer Geschichten aus den Evangelien mit Jesus und seinen Jüngern in den Blick. „Jesus hatte es drauf. Er verstand sein Geschäft. Individuelle Förderung war für ihn an der Tagesordnung und mit Inklusion hatte er eh keine Probleme. Jede Form von Populismus war ihm zuwider“, beschrieb Schüler die Person Jesu. Sein Ziel sei es gewesen, Vertrauen zu stärken und die Schwachen stark zu machen. Der scheidende Schulreferent ermutigte die Anwesenden, mutig und unverdrossen auszusäen. Denn nach dem Gleichnis Jesu vom vierfachen Ackerfeld kann man viel Frucht erwarten, auch wenn nicht alles gelingt.

 „Gottes Geist lässt uns nicht verzagen. Er schenkt uns Kraft, Liebe und Besonnenheit“, sagte Superintendentin Katrin Göckenjan in ihrer Ansprache. Ruhestand heißt, Menschen und Aufgaben loszulassen, die einem ans Herz gewachsen sind, sich von einem ganzen Lebensabschnitt zu verabschieden und neue Wege zu gehen. Holm Schüler habe in seinen mehr als 25 Dienstjahren als Schulreferent wesentlich dazu beigetragen, dass im Kreis Recklinghausen ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche besteht. „Sie haben dafür gesorgt, dass Menschen auf Fortbildungen und gemeinsamen Fahrten, in Gesprächen, Gottesdiensten und Andachten ihre eigenen Erfahrungen mit Gott machen.“ Ethische und politische Themen habe Schüler mit der christlichen Botschaft verknüpft.

Besonnenheit sei „von Gott geschenkte Selbstbeherrschung“. „Gott hat Ihnen die Gabe der Selbstbeherrschung geschenkt. Sie konnten Missverständnisse ausräumen, Konflikte befrieden, Lösungen finden, Menschen wieder in Beziehung bringen.“ Dies war möglich, weil er sich selbst im Glauben getragen und gehalten weiß. Göckenjan dankte Schüler für den „kraftvollen Dienst“ in Kirche und Schule, für seine Zugewandtheit, sein freundliches und verbindendes Wort. Er habe die Gemeinschaft auf „wohltuende Weise“ durch Aufmerksamkeit, Kreativität und Humor gestärkt.

Nach dem Gottesdienst, der kirchenmusikalisch von Kreiskantorin Elke Cernysev (KMD) gestaltet wurde, nutzten einige Gäste die Gelegenheit, sich mit einem Grußwort bei Holm Schüler zu bedanken und ihm gute Wünsche mit auf den Weg zu geben. Für die katholische Kirche hob Joachim van Eickels die Gastfreundschaft von Holm Schüler und seine wohltuende Art hervor. Er bedankte sich für die unkomplizierte ökumenische Zusammenarbeit. „Du hast aus Deiner evangelischen Identität nie einen Hehl gemacht.“ Dabei war das Gemeinsame in der christlichen Positionierung immer selbstverständlich.

Pfarrer Dr. Manfred Karsch, Sprecher der Konferenz der Schulreferentinnen und Schulreferenten in der Evangelischen Kirche von Westfalen wies auf das Engagement Holm Schülers über die Kirchenkreise hinaus im gesamten Bereich der Westfälischen Kirche hin. Schüler leitete auch mehrere Zertifikatskurse für Lehrerinnen und Lehrer. Die enge, freundschaftliche und facettenreiche Zusammenarbeit im christlich-jüdischen Dialog hob Gerda H. Koch, Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Recklinghausen hervor. Für diesen Themenbereich war er auch bei der Mitentwicklung von neuen Unterrichtsmaterialien beteiligt.

Pfarrer Henner Maas überbrachte die Grüße des Schulausschusses des Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Der Schulausschuss des Kirchenkreises Recklinghausen verabschiedete sich auf unterhaltsame Weise vom scheidenden Schulreferenten. Christine Klare und Angelika Hermsen kommentierten als Reinigungskräfte Bilder aus seinen Jahren als Schulreferent.

Holm Schüler selber bedankte sich für die netten Worte und charmanten Übertreibungen. Der Abschied aus dem Haus des Kirchenkreises werde ihm schwer fallen. „Ich werde die Menschen am meisten vermissen“ und bedankte sich noch mal im Besonderen beim seinem Team des Schulreferats und der Mediothek.

Text/Bild: uka

 

 

 

 

 

Gemeinsam auf dem Weg - Pfarrkonferenz pilgert durch die Haard

KIRCHENKREIS – Zu einem gemeinsamen Pilgern machten sich ca. 20 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenkreis im Rahmen einer Pfarrkonferenz auf den Weg und erkundeten verschiedene Plätze in der Haard in der Nähe von Marl-Sinsen. Unter der fachkundigen Führung von Pfarrerin Bärbel Baucks und Pfarrer Thomas Jarck hatten die Teilnehmenden bei der rund zweieinhalb stündigen Tour viel Gelegenheit zum Austausch.
Gemeinsam auf dem Weg - Pfarrkonferenz pilgert durch die Haard

Pfarrerin Bärbel Baucks (2.v.l.) gibt den Pfarrerinnen und Pfarrern der Pilgertour Impulse für das weitere Nachdenken mit auf den Weg.

Aber auch Zeiten der Stille und des Innehaltens ermöglichten die Beschäftigung mit sich selbst. Mit Gedichten und Gedanken zum Sommer luden die beiden Organisatoren die Gruppe ein, sich mit den eigenen Quellen zu beschäftigen, die einem gut tun und aus denen man Kraft schöpft.

uka

Einsatz für Flüchtlinge: 1000,-€ gut angelegt für mehrsprachige Literatur

HERTEN-WESTERHOLT Evangelische Gemeindebücherei Westerholt stellt besonderes Angebot für Flüchtlinge vor. Nun sind sie endlich ausleihfertig, die Bücher für die Mitbürger mit Migrationshintergrund, Flüchtlinge und deren ehrenamtlichen Helfer. Im Ganzen hat es einige Monate gedauert bis die 110 Bücher eingearbeitet waren. Im Rahmen von Förderung für Integration gab es Sondermittel vom Familienministerium Nordrhein-Westfalen.
Einsatz für Flüchtlinge: 1000,-€ gut angelegt für mehrsprachige Literatur

Ulla Sörgel, Gerit Misch, Leila Maleki, Ruth Heppner, Farzana Ahmadi, Wahide Jafari, Nuon Chhen (v.l.n.r.)

So wurde auch für unsere Gemeindebücherei in der Kirchengemeinde Westerholt-Bertlich  über die Büchereifachstelle der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld 1.000 Euro bewilligt. Dafür durften mehrsprachige Bücher und Spiele aus den entsprechenden Listen ausgewählt werden.

Vorher wurde der Bedarf und welche Sprachen besonders wichtig sind, mit dem Evangelischen Kindergarten Thomaskirche und dem Haus der Kulturen  abgesprochen.

Inzwischen hat die Thomaskita mit den Kindern seine ersten Erfahrungen mit den Bilderbüchern und Spielen gemacht. Es hat zur Förderung der Kommunikation untereinander und dem Verständnis für die Besonderheiten anderer Religionen und Kulturen beigetragen. Auch dass der geschriebene Text einmal in deutscher Sprache und in arabischer Sprache in einigen Büchern dieselbe Geschichte erzählt, fanden die Kinder bemerkenswert.

Damit auch die Eltern die Bücher kennenlernen, sind eine Bücherausstellung und das Vorstellen der Bücher im Elterncafé oder beim Elternfrühstück nach den Sommerferien geplant.

Unsere Mitarbeiterin Ruth Heppner, die schon einige Zeit Kontakt zum Haus der Kulturen und dem Frauencafé am Dienstagnachmittag  pflegt, hat mit den beteiligten Frauen überlegt, wie diese Bücher an die Frau kommen. So wird einmal im Monat während der Öffnungszeit des Frauencafé s von 15 bis 17 Uhr für die Besucher eine Ausleihe der Bücher und Spiele möglich sein.

Diese Medien wurden nicht nur für Kindergarten und das Haus der Kulturen angeschafft. Wir sind eine Öffentliche Bücherei und zu den Öffnungszeiten stehen diese Bücher für alle zu Verfügung. Besonders für die, die sich ehrenamtlich um Flüchtlinge kümmern. Gerade dazu wurden auch einige Sachbücher angeschafft.

Nicht nur im Gemeindeleben der Thomaskirche ist unsere Bücherei präsent, sondern auch im Theodor Fliedner- Heim und im Kindergarten an der  Ringstraße, in denen Mitarbeiterinnen vorlesen. Um dies alles zu bewältigen sind wir ein Team von 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen unter der Leitung von Ursula Sörgel. Da aber einige aus familiären und gesundheitlichen Gründen kürzer treten müssen, freuen wir uns auch auf interessierte neue Mitarbeiterinnen.

Öffnungszeiten: Dienstag von 8.30 bis 11.00 Uhr, Donnerstag von 17.00 bis 18.30, Freitag von 15.30 bis 17.00 Uhr. (In den Ferien eingeschränkte Öffnungszeiten)

Die Bücherei ist zu finden:
Ev. Kirchengemeinde Westerholt-Bertlich / Thomaskirche
Langenbochumer Straße 435
45701 Herten

Text: Pfr. Bernhard Stahl / Ruth Heppner

Kindergarten an der Stettiner Strasse in Oer-Erkenschwick lädt zu großer Mitmachausstellung um den Reformator Martin Luther ein

OER-ERKENSCHWICK Mit einer Zeitmaschine reisen Kinder ins Mittelalter und tauchen ein in die Welt des Reformators Martin Luther. In einem Jahresprojekt besteht die Möglichkeit, mit Rollenspielen und Kostümierungen einen Zugang zu der mittelalterlichen Zeit zu finden.Dabei können die Kinder in lebendiger Weise entdecken, welche Rolle Martin Luther damals spielte und wo die Geschichte der evangelischen Kirche ihren Ausgangspunkt nahm.
Kindergarten an der Stettiner Strasse in Oer-Erkenschwick lädt zu großer Mitmachausstellung um den Reformator Martin Luther ein

Kinder schlüpfen per Kostüm in historische Rollen des Mittelalters.


Noch bis Freitag, den 14.Juli 2017, kann die Mitmachausstellung im Familienzentrum Friedrich-von-Bodelschwingh an der Stettiner Strasse in Oer-Erkenschwick besucht werden.

Text: hh/Bild: privat

10 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd

RECKLINGHAUSEN – Am 9. Juni 2017 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd zu ihrem 10. Gemeindefest ein. Die Evangelische Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd ist eine ganz junge Gemeinde: Sie entstand am 1. Januar 2007 aus dem Zusammenschluss der drei ehemaligen Gemeinden Hochlarmark, Bruch und Philipp Nicolai.

Am 7. Januar 2007 ist dieses Ereignis mit einem festlichen Gottesdienst in der Lutherkirche und einem anschließendem Empfang gefeiert worden. In einer Symbolhandlung ist in diesem Gottesdienst von Jugendlichen aus den drei Ursprungsgemeinden ein dreifarbiges Seilkreuz gestaltet worden – frei nach dem biblischen Wort aus Prediger 4, 12b: „Eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.“

Das Gemeindefest am 9. Juli 2017 beginnt mit dem Familiengottesdienst um 11 Uhr in der Philipp-Nicolai-Kirche, Philipp-Nicolai-Platz 5. Er wird von den Kindern des Philipp-Nicolai-Kindergartens, vom Jubilatechor und von Pfarrer Heinz-Jürgen Roch gestaltet.

Danach gibt es Live-Musik von „Charing Cross“, den „Rainbow-brothers-and-sisters“, eine diakonische Meile, Squaredance, Trommeln, Kinderspiele, ein Riesen-Jenga, eine Slush-Ice Maschine, ein Gemeinde-Café und noch viele Attraktionen, bevor das Fest dann gegen 17 Uhr mit einem Konzert von „Daybreak“ ausklingt.

Text: mst

Reformation und Engagement für die Nächsten - Kreissynode nimmt Stellung zu gesellschaftlichen Belangen

KIRCHENKREIS Im Zeichen von Fragen zu Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung durch die evangelische Kirche stand die Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen, die in den diakonischen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen mit über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern tagte.
Reformation und Engagement für die Nächsten - Kreissynode nimmt Stellung zu gesellschaftlichen Belangen

Plenum der Kreissynode am 1.7.2017 in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Flüchtlingspolitik

Die 98 stimmberechtigten Synodalen verabschiedeten einmütig eine Liste mit drei Forderungen an die Bundespolitik zur „Umkehr zu einer menschenfreundlichen Flüchtlingspolitik“, die Pfarrer Christian Hüging (Datteln) als Beauftragter für Flüchtlingsfragen im Kirchenkreis einbrachte. In der Stellungnahme wird  gefordert, das Grundrecht auf Familienleben für alle durchzusetzen und Familiennachzug zu erleichtern, Abschiebungen nach Afghanistan zu beenden und „Glaubensprüfungen“ durch die Behörden zu unterbinden. Der Appell  geht an den Landrat des Kreises, die Bürgermeister und die Abgeordneten. Die Kreissynode bittet die Landesynode der Westfälischen Landeskirche, ihre Forderungen aufzunehmen und sich ebenfalls für die formulierten Zielsetzungen politisch einzusetzen.

Unterfinanzierte Bildung für Kinder

Die andauernde Unterfinanzierung der Kindertageseinrichtungen durch die Kommunen und das Land NRW im Rahmen des aktuellen Kindergartengesetztes (KiBiz) führt auch in evangelischen Kindertagesstätten zu Problemen mit unzureichenden Finanzmitteln. Die Synodalen fordern mit großer Mehrheit die Landesregierung auf, „das Bildungsgesetz für Kindertageseinrichtungen neu zu schreiben oder grundlegend so zu revidieren, dass die finanzielle Auskömmlichkeit sicher gestellt ist und die Qualität der Bildung umgesetzt werden kann“. Damit unterstützten die Synodalen die Forderungen des zeitgleich in Bochum laufenden Aktionstags evangelischer Kindertageseinrichtungen, der sich das Motto wählte „Es geht um mehr als Knete“.

Veränderte Verhältnisse

Harald Nübel (SPD), erster stellvertretender Landrat des Kreises, wandte sich in seinem Grußwort an die Synodalen: Die Welt sei im Wandel, wie seit 500 Jahren nicht; Veränderungen erzeugten Angst.  „In diesen Zeiten braucht die Gesellschaft Orientierungspunkte, wie die Kirche,  die bei  den Menschen ist“, sagte er. Für Kreisdechant Jürgen Quante sei es eine Konsequenz der sich verändernden Verhältnisse, dass zukünftig  „Kirche sein“ nicht mehr „Volkskirche“ bedeuten könne. Das zuletzt durchgeführte „Stadtkonzil“ der drei Stadtgemeinden habe die erwartete Spannung zwischen „Bewahrung und Erneuern“ gezeigt.

Rückblick auf das Reformationsjubiläum

In ihrem Bericht an die Synodalen beschrieb Superintendentin Katrin Göckenjan die Reformation, die vor 500 Jahren mit Martin Luther ihren Ausgang nahm, als „geistliche Erneuerung und Erneuerung der Kirche“. Christen seien gerufen, ihr Engagement für die Nächsten zu zeigen, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein. Die kreiskirchlichen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum seien „gute Möglichkeiten, nach innen und nach außen darzustellen, was ‚evangelisch‘ im Kern“ bedeute. In der Vielfalt der  Gemeindegottesdienste und ihren Formen käme das spürbare Bedürfnis der Menschen zum Ausdruck, gemeinsam ökumenische Gottesdienste zu feiern. Die Beteiligung des Kirchenkreises  zur Eröffnung der Ruhrfestspiele am 1. Mai habe sich als „gute Plattform, mit Menschen ins Gespräch zu kommen“ bewährt. Neue Kooperationen zwischen Kirche, Diakonie und anderen Akteuren in den Kommunen seien intensiviert oder neu geknüpft werden“.

Gesellschaftspolitik und Kirche

„Humanitäre Hilfe gegenüber geflüchteten Menschen ist Christenpflicht“, stellte die Göckenjan klar. Gemeinden und Dienste berichteten davon, nach anfänglichem Befremden durch die Begegnung mit Geflüchteten „belebt, erneuert und bereichert“ worden zu sein. Daneben hätten Konzepte wie „Kirche im Quartier“ in Langenbochum-Scherlebeck oder die „kirchlich-diakonische Keimzelle“ im Matthias-Claudius-Zentrum in Oer-Erkenschwick um das Thema „Alter“ zu Öffnungen und Erneuerungen beigetragen. Die deutlichen Voten der Synodalen, sich in einem künftigen Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung mit den Schwerpunktthemen von Armut und Gerechtigkeit sowie der Bewahrung der Schöpfung zu beschäftigen, unterstrich das kirchliche Engagement in gesellschaftspolitischen Belangen.

Finanzen

Der Vorsitzende des Finanzausschusses,  Pfarrer Burkhard Müller (Herten), erläuterte in seinem Finanzbericht rückblickend, dass in den letzten fünf Jahren keine Rücklagenentnahme zum Haushaltsausgleich notwendig gewesen sei. Es sei auffällig, dass Zuwächse bei der Kirchensteuer nur aus der Lohnsteuer stammten. „Ist dies ein Indiz dafür, dass mehr und mehr die kleinen Leute mit kleinen und mittleren Einkommen unsere Kirche finanziell tragen? Wie können wir es schaffen, die Bessergestellten angemessener zu beteiligen?“, fragte er. Der Jahresabschluss für 2016 sei positiver als erwartet abgeschlossen worden; zusätzlich sei es zu Einsparungen bei veranschlagten Ausgaben gekommen.

Fundraising

Pfarrer Günter Johnsdorf präsentierte einen positiven Rückblick auf die Erfolge der Arbeitsstelle Fundraising bei Aktivitäten zur Gemeindespende („Freiwilliges Kirchgeld“) und der Arbeit der Kirchlichen Gemeinschaftsstiftung „ernten und säen“.  Die Kreissynode nahm die Empfehlung einer Arbeitsgruppe zur Fortführung der Arbeitsstelle mit einem hauptamtlichen Fundraiser zustimmend zur Kenntnis. Einen verbindlichen Beschluss wird die Synode auf ihrer Herbsttagung fassen.

Text: hh/Bild: uka

Unterwegs zu den Menschen - Krankenhausseelsorgerin Barbi Kohlhage eingeführt

KIRCHENKREIS – Mit einem Gottesdienst in der Christuskirche in Recklinghausen ist Pfarrerin Barbi Kohlhage in die 13. Kreispfarrstelle des Kirchenkreises und damit als neue Krankenhausseelsorgerin am Klinikum Vest mit den beiden Standorten Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen und Paracelsus-Klinik Marl durch Superintendentin Katrin Göckenjan eingeführt worden. Göckenjan hob dabei das gemeinsame Interesse in der Seelsorge mit dem Klinikum Vest hervor. Seelsorge sei auch ein wichtiger Bestandteil für die Qualität an den beiden Standorten der Einrichtung.
Unterwegs zu den Menschen - Krankenhausseelsorgerin Barbi Kohlhage eingeführt

Pfr.in Ilona Klaus, Pfr.in Barbi Kohlhabe, Sup. Katrin Göckenjan, Pfr.in Heide Gerland, Pastoralref. Gabriele Ibing, Dorothea Andler, Pastoralref. Peter Bromkamp, Assessor Frank Rüter (v.l.)

„Ich war gleich mittendrin“, sagte Pfarrerin Barbi Kohlhage mit Blick auf ihren ersten Arbeitstag. Und Superintendentin Katrin Göckenjan konnte sich gut vorstellen, wie Kohlhage mit Menschen in ganz unterschiedlichen Lebens- und Gefühlslagen ins Gespräch gekommen ist. „Du siehst genau hin, bist aufmerksam unterwegs, mit einem guten Gespür, was Menschen bewegt.“ Für die Aufgaben der Seelsorge am Klinikum Vest bringe Kohlhage einen reichen Schatz an Erfahrungen aus der Bildungsarbeit, Leitungstätigkeit und der Krankenhausseelsorge mit. „Du bist ganz Ohr für Patienten und deren Angehörige, Mitarbeitende und Verantwortliche des Hauses.“ Gleichzeitig sei sie ein Gegenüber, das aus der eigenen Haltung des Glaubens heraus verlässlich und zugewandt Vertrauen schaffe. „Du bist in schwierigen und ethischen Grenzsituationen präsent, öffnest Raum für unterschiedliche Perspektiven und für die Abwägung von Interessen und Optionen“, so Göckenjan.

Mit Blick auf die Losung des gerade zu Ende gegangenen 36. Evangelischen Kirchentages in Berlin und Wittenberg aus dem 1. Buch Mose „Du siehst mich!“ machte die Superintendentin deutlich, dass Gott den ganzen Menschen sieht, ihm Ansehen und Würde gibt. In dieser Verheißung geschehe Seelsorge in der Gemeinde wie im Krankenhaus. Göckenjan wünschte Barbi Kohlhage, dass Gott ihr Liebe und Geduld gibt, für sich selbst und die Menschen sowie den Mut für das richtige Wort, für die wohltuende Geste oder für den Moment der Stille. „Du weißt, dass Gott mit Dir unterwegs ist, Dich sieht. Du hast erfahren, dass Gott Dir Kraft gibt und Mut für den nächsten Schritt – auch in Grenzsituationen“, schloss die Superintendentin ihre Ansprache.

Die Spannung zwischen „Gewinnen“ und „Verlieren“ griff Pfarrerin Barbi Kohlhage in ihrer Predigt über die biblischen Gleichnisse vom verlorenen Schaf und verlorenen Groschen auf. Am Beispiel eines verlegten und wieder gefundenen Schlüssels wies sie auf die Freude des Wiedergefundenen hin. „Wenn ein Teil fehlt, ist es ein Verlust für das Ganze“, so Kohlhage. Verluste zeigten sich auch dort, wo Vertrautes verloren gegangen sei. „Worauf kann ich mein Vertrauen setzen? Für wen bin ich wichtig, wenn es mir nicht so gut geht?“ Auch der Sänger Adel Tawil fragt in seinem aktuellen Lied „Ist da jemand …“ nach Menschen in verschiedenen Lebenssituationen. Uns Menschen gelte die Zusage Gottes: Ich bin für dich da. Du gehst nicht verloren. Du wirst gesucht und gefunden und getragen. „So sollte es auch unter uns sein, in unseren Familien, im Miteinander.“ Kohlhage schloss mit den Gedanken: „Wir können darauf vertrauen, von Gott angesehen zu sein. Wir leben von seiner Güte, die uns befreit.“

Im Anschluss an den Gottesdienst folgte ein Empfang mit Grußworten in der „Vesteria“ des Knappschaftskrankenhauses.

Text/Bild: uka

 

Fünf Jahre Hain der Menschenrechte

RECKLINGHAUSEN Zu einem ein Picknick im Hain der Menschenrechte in der Maybacher Heide hatte das Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 und die Amnesty-International-Kreisgruppe in Recklinghausen am letzten Samstag, dem 24. Juni 2017, eingeladen, um das fünfjährige Bestehen des einzigartigen Projektes zu feiern. Die Schülerin der Recklinghäuser Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Rangina K., stellte ausgewählte Artikel aus der Menschenrechtserklärung in den Mittelpunkt ihrer beeindruckenden Rede.
Fünf Jahre Hain der Menschenrechte

Superintendentin Katrin Göckenjan (vorn) bei ihrer Ansprache

Insbesondere mit Blick auf Artikel 14, der das Recht auf Asyl bei Verfolgung garantiert, sagte sie: „Meine Familie musste lange Zeit darum kämpfen, um in den Genuss diese Menschenrechtes zu gelangen. Wir lebten vier Jahre in der Angst, abgeschoben zu werden“.

30 Bäume aus 30 Ländern stünden für die 30 Artikel der Menschenrechte, erläuterte Ewald Zmarsly, Sprecher des das Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21. Die Anpflanzung wurde mit Mitteln der van-Eupen-Stiftung (Dortmund) unterstützt. Maria Voss (Arbeitsgemeinschaft Eine Welt, Der Hain und die Menschenrechte, Amnesty International) zitierte Ausschnitte aus der Erklärung der Menschenrechte. Der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche betonte die universelle Bedeutung dieser Rechte und dankte den ehrenamtlich Engagierten; „ohne deren Uneigennützigkeit geht es nicht, sagte Tesche. Für Superintendentin Katrin Göckenjan stelle die Gottesebenbildlichkeit des Menschen aus christlicher Perspektive die Grundlage der „unteilbaren Rechte eines jeden Menschen“ dar.  Kritisch hob sie hervor: „Wir erleben in diesen Zeiten, wie zerbrechlich die Menschenrechte sind. An vielen Orten dieser Welt werden Kinder, Frauen und Männer ihrer Rechte beraubt oder bekommen sie gar nicht erst. Auch in unserem Land sind Menschen zunehmend bereit, anderen ihre Rechte abzusprechen. Das ist ein Boden, auf dem Unrecht wächst.“

Das Duo PEA & PAT begleitete die Veranstaltung musikalisch.

Anreiseskizze zum Hain der Menschenrechte

Text/Bild: hh

Kirchenkreis besucht das Gedächtnis Nordrhein-Westfalens

KIRCHENKREIS Zusammen mit Richter und Staatanwälten, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern besuchten auf Einladung der Justizakademie das Erwachsenenbildungsreferat , das Schulreferat und die GEE- Evangelische Akademie das Landesarchiv in Duisburg. Das imposante Gebäude mit fensterlosem Turm beherbergt die wichtigsten und archivwürdigen Dokumente und Materialien wie Film, Plakate, Bilder, Urkunden der Geschichte unserer Heimat.

Ein geräumiger Lesesaal  bietet für Interessenten die Möglichkeit, in bereitgestellten Dokumenten z.B. die Geschichte der eigenen Stadt oder auch Familie zu recherchieren. Du Dokumente werden in dunklen Räumen im Original aufbewahrt, die weitgehende Digitalisierung erlaubt das schnelle Auffinden der gesuchten Materialien und die Einsicht für Interessenten. Zusammen mit den Juristen beschäftigte sich die 45- köpfige Seminargruppe mit Prozessakten der nationalsozialistischen Justiz. Für die Richter und Staatsanwälte stellt das Archiv eine nicht wegzudenkende Quelle alter Prozessverfahren und Urteile dar. Sie sind zudem aufgefordert, aktuelle archivwürdige Prozessakten dem Archiv zur Verfügung zu stellen.

Im Landesarchiv, das sich über Besucher freut, wir regelmäßig  das  Archival des Monats öffentlich präsentiert. Das aktuelle stieß beim den Pädagogen auf besonderes  Interesse: " Ausübung des Züchtigungsrechts durch Lehrpersonal  von 1824". Eine aktuelle Ausstellung  im Archiv "Gekommen, um zu bleiben - Zur Migration und Integration in NRW von 1946 bis heute" rundete den Besuch ab.

Text: hs/Foto: Gerda Koch

Unterricht neu gestalten. Beate Leßmann zu Gast im Schulreferat

KIRCHENKREIS Über 300 zumeist junge Lehrerinnen und Lehrer der Grund und weiterführenden Schulen verfolgten in den Veranstaltungen gebannt den Ausführungen der Pädagogin. Beate Leßmann war lange Zeit Fachleiterin für Evangelische Religionslehre in Recklinghausen und arbeitete intensiv mit dem Schulreferat zusammen. Heute füllt sie bundesweit die Säle mit dem von ihr entwickelten Konzept des „Freien Schreibens“.

Die Schülerinnen und Schüler führen ein Geschichtenbuch, in dem sie zu bestimmten Zeiten im Unterricht schreiben können, was ihnen am Herzen liegt. Heraus kommen Fantasie-Geschichten, Abenteuererzählungen, Beschreibungen von Hobbies, Erzählungen über Tier und sehr viel mehr.

„Alle Textgattungen, die wir im Unterricht besprechen müssen, werden von den Schülern selbstbestimmt und mit Freude verfasst“ ist die Reaktion von Beate Leßmann auf Bedenken, die Schülertexte würden nur ein einseitiges Spektrum wiedergeben. Die Text werden dann in Schreibkonferenzen anderen Schülern vorgetragen, die sich dann spontan äußern, Fragen stellen und Verbesserungsvorschläge machen können. Die überarbeiteten Erzählungen werden dann grammatisch durchgesehen und falsch geschriebene in einer Wörterklinik „behandelt“.

Zu ihrer Methode hat Frau Leßmann vielfältige praxisnahe Unterrichtsmaterialien entwickelt.

In einem sozial schwierigen Stadtteil Hamburgs hat sie ihr Konzept mit großem Erfolg umgesetzt. Ein Film über ihre Arbeit dort veranschaulichte die einzelnen Schritte ihrer Schreibwerkstatt.

„So sollte Unterricht immer sein. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten freudig, selbständig, motiviert und produktorientiert und die Lehrerinnen und Lehrer stehen als Berater und Impulsgeber für Lernprozesse bereit“ fasst der Schulreferent Holm Schüler seine Begeisterung für diese Arbeitsweise zusammen.

Kaum war die Veranstaltung beendet, kamen die ersten Anfragen, ob Frau Leßmann 2018 wieder in den Kirchenkreis kommt.

Text: hs

Asylrechtsschulung mit Frau Rechtsanwältin Gudrun Galster am 28.06.2017

KIRCHENKREIS Zur nächsten Rechtsschulung mit Frau Rechtsanwältin Gudrun Galster am 28.Juni 2017, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr wird herzlich eingeladen. Das Treffen findet statt im Haus des Ev. Kirchenkreises, Raum 319 (3. OG), Limperstraße 15, 45657 Recklinghausen.
Zur nächsten Rechtsschulung mit Frau Rechtsanwältin Gudrun Galster am 28.Juni 2017, 18.00 Uhr - 20.00 Uhr wird herzlich eingeladen.
Das Treffen findet statt im Haus des Ev. Kirchenkreises, Raum 319 (3. OG), Limperstraße 15, 45657 Recklinghausen.

„Luther auf Augenhöhe“

DATTELN Zu einer Begegnung mit dem in der Region einzigen Lutherstandbild, zum Drucken auf einer Gutenberg-Presse und einem mittelalterlichen Markt lädt die Evangelische Gemeinde in Datteln am Samstag, dem 24. Juni 2017, ab 10 Uhr bis Sonntag, dem 25. Juni 2017, 16 Uhr ein.
„Luther auf Augenhöhe“

Lutherstandbild an der Lutherkirche in Datteln

Veranstaltungsort ist die Lutherkirche in Datteln, Martin-Luther-Straße 12, 45711 Datteln. Ansprechpartner für die Veranstaltung ist Pfr. Thomas Mämecke,Tel. 02363 2232, thomas.maemecke@kk-ekvw.de

Text: hh/Bild: ag

"Nun freut Euch, liebe Christeng'mein..." - Gemeinsamer Gottesdienst und Feier am Reformationstag in der Christuskirche in Recklinghausen

KIRCHENKREIS Am Dienstag, dem 31. Oktober 2017, ist ein einmaliger bundesweiter Feiertag. Die Evangelische Kirche feiert den 500. Jahrestag der Reformation, denn am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Schlosskirche zu Wittenberg. An diesem Tag findet in Erinnerung an diesen Tag um 11.00 Uhr ein musikalisch begleiteter Festgottesdienst in der Christuskirche in Recklinghausen statt, zu dem kirchenkreisweit herzlich eingeladen wird.
"Nun freut Euch, liebe Christeng'mein..." - Gemeinsamer Gottesdienst und Feier am Reformationstag in der Christuskirche in Recklinghausen

Portal der Christuskirche in Recklinghausen, 45657 Recklinghausen, Limperstr. 13

Predigt:
Weihbischof Dieter Geerlings
Superintendentin Katrin Göckenjan
Musikalische Leitung:
Kreiskantorin KMD Elke Cernysev
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Weitere Mitwirkende:
Kantorei Recklinghausen-Altstadt / Herten
Bläserensemble Swinging Brass, Oer Erkenschwick
Pfarrer*innen und Ehrenamtliche aus Gemeinden
Grußworte
Bürgermeister der Stadt Recklinghausen
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Vorsitzender der jüdischen Gemeinde
Vertreter der Moscheegemeinden im Kreis Recklinghausen

Die ankommenden Besucherinnen und Besucher werden von Turmbläsern vom Kirchturm der Christuskirche begrüßt.
Die Verkündigung zu den zentralen Begriffen reformatorischer Theologie gestaltet eine Gruppe, die im Sinne der reformatorischen Tradition die Verschiedenartigkeit von Perspektiven im Glauben zum Ausdruck bringen wird. Von unterschiedlichen Orten im Kirchraum aus sollen die reformatorischen Zentralbegriffe "Solus christus | sola scriptura | sola gratia | sola fide" (Allein Christus, allein die Schrift, allein aus Gnade, allein aus Glauben) durch Superintendentin Katrin Göckenjan (Recklinghausen), Weihbischof Dieter Geerlings (Münster), Bürgermeister Christoph Tesche (Recklinghausen) und eine Gemeindevertreterin ausgelegt und aktualisiert werden. Weihbischof Geerlings und Superintendentin Göckenjan werden eine Ansprache zum Thema "..semper reformanda..." halten. Dabei soll sowohl auf das Jubiläumsjahr zur Feier der Reformation zurück geblickt und zugleich Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.
Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit, zu Austausch und Begegnung bei einem Imbiss auf dem Kirchplatz vor der Christuskirche.

Text/Bild: hh

1000 Jahre Recklinghausen - Historisches zur Gustav-Adolf-Kirche und zur Christuskirche in Recklinghausen von Prof. Dr. Albrecht Geck (Recklinghausen/Osnabrück)

RECKLINGHAUSEN Wer erfahren möchte, warum die Gustav-Adolf-Kirche ausserhalb der alten Stadtmauern in Recklinghausen liegt, welches Selbstverständnis der Protestanten mit der Namensgebung der Kirche verband oder welche Überlegungen beim Bau der Christuskirche eine Rolle spielten, findet interessante Hintergrundinformationen in zwei Texten von Prof. Dr. Albrecht Geck (Recklinghausen/Osnabrück), der das Institut für Kirchliche Zeitgeschichte im Haus des Evangelischen Kirchenkreises (IKZG) leitet.
1000 Jahre Recklinghausen - Historisches zur Gustav-Adolf-Kirche und zur Christuskirche in Recklinghausen von Prof. Dr. Albrecht Geck (Recklinghausen/Osnabrück)

Die Broschüre mit dem Titel "1000 Jahre Stadtgeschichte(n) Ricoldinchuson - Recklinghausen"

Beide Texte sind in der jüngst publizierten Broschüre zum 1000-jährigen Bestehen der Stadt Recklinghausen abgedruckt, die von Dr. Matthias Kordes (Leiter des Stadtarchivs), Georg Möllers (Beigeordneter der Stadt Recklinghausen), Jürgen Pohl (Leiter der VHS Recklinghausen) durch den Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen e.V. im Auftrag der Stadt herausgegeben wurde.
In kompakten, instruktiven Darstellungen mit überwiegend farbigen Abbildungen werden wichtige Traditionen, Ereignisse und prägende Persönlichkeiten vorgestellt. Streift man mit den Texten durch die Recklinghäuser Altstadt, erschließen sich an zahlreichen Orten historische Hintergründe, die das heutige Stadtbild prägen. Neben historischen Fragen, wie die älteste Erwähnung des Namens "Ricoldinchuson" in einer Kaiserurkunde Heinrichs II. im Jahre 1017 aussah, kommen ebenso aktuelle Fragen nicht zu kurz, z.B. wie die Stadt sich durch den Strukturwandel im Ruhrgebiet bewegt hat oder in welcher Weise "Recklinghausen leuchtet" die Stadt in ein neues Licht rückte. Die Broschüre mit dem Titel "1000 Jahre Stadtgeschichte(n) Ricoldinchuson - Recklinghausen" umfasst 114 Seiten.

Kontakt: 
Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen e.V. - Geschäftsstelle Stadtarchiv -
Herr Anton Winter
Tel. 02361-501902

Text/Foto: hh

Was uns stark macht – Konvent sucht zeitgemäßes Pfarrbild

DORSTEN - Auf Einladung von Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW),begaben sich jetzt Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Evangelischen Kirchenkreisen Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen auf die Suche nach einem zeitgemäßen Pfarrbild in der EKvW. In der historischen Kulisse der alten Lohnhalle des ehemaligen Bergwerkes Fürst Leopold in Dorsten tagte zu diesem Thema ein gemeinsamer Pfarrkonvent der beiden Kirchenkreise. Die Gruppenveranstaltung war ein wesentlicher Bestandteil des breit angelegten Diskussionsprozesses um das Pfarramt in der westfälischen Landeskirche.
Was uns stark macht – Konvent sucht zeitgemäßes Pfarrbild

Kreiskantor Matthias Uphoff stimmte die Teilnehmenden musikalisch auf den gemeinsamen Pfarrkonvent ein.

„Auftrag der Pfarrerinnen und Pfarrer in unserer Kirche ist es, das Evangelium unter die Menschen zu bringen“, erklärte Superintendent Dietmar Chudaska zur Begrüßung. Dieser Auftrag ändere sich gerade im nördlichen Ruhrgebiet derzeit drastisch, sagte Chudaska mit Blick auf den Strukturwandel in der Region und „diese Veränderungen müssen benannt und gestaltet werden“. Ziel des gemeinsamen Pfarrkonventes sei es darüber hinaus, Impulse aufzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Wenn Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst gern tun, wenn sie in ihrer Rolle klar und stark sind, klärt und stärkt dies zugleich die anderen kirchlichen Berufe  sowie das kirchliche Ehrenamt“, zeigte sich Präses Annette Kurschus überzeugt. Rollenklarheit komme der gesamten kirchlichen Dienstgemeinschaft zugute. Zu dieser Klärung und Stärkung wolle die EKvW beitragen.

„Auch in unserer Kirche grassiert der Burnout“, erklärte Pfarrer Christoph Nötzel in seinem Vortrag „Was uns stark macht – Resilienz im Pfarramt?“ „Fachleute nennen die Gabe, immer wieder aufzustehen, Resilienz. Dies bedeutet, unter widrigen Umständen aufzublühen und sich nicht unterkriegen zu lassen“, sagte der Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der rheinischen Landeskirche. Besonders Menschen in sozialen Berufen, darunter auch Geistliche, litten unter dem Massenphänomen des Burnouts. „Wir durchleben einen rasanten Wechsel durch den Prozess der Digitalisierung“, so Nötzel, der dafür warb, sich immer wieder die Frage nach dem eigenen Glauben zu stellen. „Nicht nur auf der Kanzel, sondern ständig, im Dialog mit anderen.“

Am Beispiel von Martin Luther und Dietrich Bonhoeffer empfahl Nötzel, den eigenen Glauben so zu kultivieren, „dass wir durch ihn auch unter Widrigkeiten aufblühen.“ Die Beispiele sollten ermutigen und zeigen: ich bin nie nur Opfer, ich kann etwas tun und habe Handlungsspielräume.

Was Menschen im Wandel der Strukturen stark macht, zeigte in ihrem Vortrag Pfarrerin Gunhild Vestner auf. Die Leiterin der Telefonseelsorge Recklinghausen machte deutlich, wie das Leben im Zeitalter der Beschleunigung gelingen könne. „Es geht um produktive Auseinandersetzungen im Arbeitsalltag und die Vermeidung von Zeitdruck. „Immer höher, immer schneller und immer weiter wird in unseren Gemeinden nicht funktionieren. Wer in seinem Alltag überwiegend positive Erfahrungen machen kann, fühle sich lebendig, kraftvoll und verbunden mit seiner Welt, erlebe Bedeutsamkeit und Sinnhaftigkeit, so Pfarrerin Vestner.

Unter den Punkten Strukturwandel, Aufgabe von Standorten, demografische Entwicklung, Stellenabbau und zusätzliche Aufgaben im Pfarrdienst warf Superintendentin Katrin Göckenjan, Recklinghausen, einen Blick auf „Baustellen“ in den Nachbarkirchenkreisen. Sie rief dazu auf, trotz aller Schwierigkeiten Menschen seelsorgerlich zu begleiten, das Ehrenamt zu stärken sowie kollegiale Beratung und Supervision in Anspruch zu nehmen. „Wir brauchen zusätzliche fachliche Ressourcen und neue Formen des Pfarrdienstes.“

Text/Bild: Bu

Das Fest der Worte - Pfingsten: Waldgottesdienst bei „Mutter Wehner“ in der Haard

OER-ERKENSCHWICK – Voll war es auf der Wiese bei „Mutter Wehner“ in der Haard. Rund 250 Besucherinnen und Besucher aus den evangelischen und katholischen Gemeinden aus Oer-Erkenschwick und Umgebung hatten sich bei gutem Wetter auf dem Gelände eingefunden, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die Pfarrer Bernd Schäfer von evangelischer Seite und Reinhard Vehring von katholischer Seite freuten sich über den guten Besuch. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde und dem gemeinsamen Chor der ökumenischen Chorgemeinschaft und dem Kirchenchor Christus-König mit ca. 60 Sängerinnen und Sängern.
Das Fest der Worte - Pfingsten: Waldgottesdienst bei „Mutter Wehner“ in der Haard

Der Posaunenchor gestaltete mit dem ökumenischen Chor den Gottesdienst musikalisch.

„Sprache ist missverständlich – und doch soll sie zusammen führen“, machte Pfarrer Reinhard Vehring in seiner Predigt deutlich und schlug den Bogen von der aktuellen Politik zum Pfingsterlebnis in Jerusalem. Pfingsten sei das Fest der Worte, die zusammen führen. „Gott hat „Ja“ durch Jesus Christus zu dieser Welt gesagt für ein Leben, das in Echtheit und Liebe gelebt wird.“ Vehring lud die Menschen ein, auf das Wort Gottes zu hören und seine Wahrheit heute wieder neu zu leben. So werde der Heilige Geist auch heute erlebbar.

Im Gottesdienst wurden noch zwei Kinder von Pfarrer Schäfer getauft.

Text: uka/ Foto: fr

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Konzeption

Titelseite der Konzeption des Ev. Kirchenkreises Recklinghausen

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