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"Ramadan Mubarak!" Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen an die Verantwortlichen in den muslimischen Gemeinschaften und die muslimischen Gläubigen

KIRCHENKREIS - Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens richten die Synodalbeauftragten des Kirchenkreises für den Christlich-Islamischen Dialog, Pfarrer Roland Wanke und Pfarrer Bernhard Stahl, gemeinsam mit der Superintendentin des Kirchenkreises, Katrin Göckenjan, das Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen an die Verantwortlichen in den den muslimischen Gemeinschaften und die muslimischen Gläubigen:
"Ramadan Mubarak!" Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen an die Verantwortlichen in den muslimischen Gemeinschaften und die muslimischen Gläubigen

Pfarrer Roland Wanke mit einer Besuchergruppe zu Besuch in der Fatih-Moschee in Marl-Hamm, Bachackerweg

"Liebe muslimische Gläubige, 

zum diesjährigen Fastenmonat Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens wünschen wir Ihnen alles Gute und Gottes Segen! Wir nehmen herzlichen Anteil an Ihrer Festfreude und hoffen, dass diese besonderen Tage im Jahr Ihnen persönlich wie auch Ihren Familien, Gemeinschaften und Gemeinden eine gute Zeit der religiösen Besinnung sind, aus der Sie Freude und neue Energie schöpfen können für die vielfältigen Herausforderungen, die sich uns allen stellen.

Die Begegnung und das Zusammenwirken von muslimischen und christlichen Gläubigen und Institutionen haben im zurückliegenden Jahr beeindruckende Früchte gezeigt. An dem gemeinsam von islamischen Organisationen und Kirchen in Nordrhein-Westfalen geplanten und veranstalteten „Tag des christlich-islamischen Dialogs“ konnten sich am 10. Mai 2014 in Krefeld Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Land ein Bild von der Vielfalt und Qualität des interreligiösen Dialogs machen. 

Der Fastenmonat Ramadan richtet unseren Blick besonders auf das Gebot der Solidarität mit Menschen in Not. Dies gilt weltweit und insbesondere für die Menschen, die vor Ort mit uns leben. Es ist gut, darüber nachzudenken, wie Wohlfahrt und Hilfsdienste in Deutschland um die Mitwirkung von muslimischer Seite bereichert werden und wie neue und alte, christliche und islamische Angebote einander sinnvoll ergänzen und miteinander kooperieren können  zum Wohl aller Menschen.

Als Kirchen sehen wir sehr deutlich den Bedarf an Begleitung, Lebenshilfe und Sozialberatung für muslimische Gläubige. Die gesellschaftliche Entwicklung zu wachsender Mobilität und zu kleiner werdenden Familien geht auch an Musliminnen und Muslimen nicht vorbei und schafft neue Herausforderungen. Zudem erleben wir, wie die Migrantinnen und Migranten der ersten Generation alt werden. Ihre Söhne und Töchter suchen nach Wegen und Möglichkeiten, ihren Eltern einen erfüllten und würdigen Lebensabend zu gewährleisten. Dieses und vieles mehr fordert nicht allein die Professionalität und Kompetenz der Hilfeleistenden. Ebenso wichtig ist die religiöse Dimension des Helfens, weil sie die gesamte Existenz des Menschen umfasst.

Die karitativen Angebote der Kirchen stehen selbstverständlich allen Menschen offen. Es ist jedoch im Interesse der Rat und Hilfesuchenden, wenn sie Angebote vorfinden, die auf ihren eigenen religiösen Bedürfnissen und Traditionen beruhen und diese in ihre Arbeit zu integrieren wissen. Die Kirchen unterstützen Ihren Wunsch, die karitative Landschaft Deutschlands um den islamischen Beitrag zu erweitern und zu bereichern. Wir sehen jetzt und in Zukunft viele Möglichkeiten einer religionsübergreifenden Zusammenarbeit für die Menschen unseres Landes. Als gläubige Menschen wissen wir, dass auf dem Einsatz für den Nächsten Segen ruht. Das Gute, das wir tun, kehrt vielfach vermehrt zu uns zurück, meistens gerade da, wo wir es nicht erwarten. So wünschen wir Ihnen und uns allen, dass sich viele Menschen im Ramadan vom Geist der Solidarität und der Hinwendung zu den Notleidenden anstecken lassen.
Ramadan mubarak!"

Landessuperintendent Dietmar Arends, Lippische Landeskirche 

Bischof Dr. Felix Genn, Bistum Münster

Präses Annette Kurschus, Evangelische Kirche von Westfalen

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Bistum Essen

Erzbischof Hans-Josef Becker, Erzbistum Paderborn

Prälat Dr. Stefan Heße, Diözesanadministrator des Erzbistums Köln 

Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, Bistum Aachen

Präses Manfred Rekowski, Evangelische Kirche im Rheinland

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