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Telefonseelsorge sucht Verstärkung - Telefonseelsorge startet neuen Ausbildungskurs

KIRCHENKREIS – Ehrenamtliche Arbeit ist die Basis der Arbeit der Telefonseelsorge. Die Beratungsarbeit am Telefon wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen, die im Vorfeld darauf intensiv vorbereitet werden. Aus diesem Grund beginnt die Telefonseelsorge Recklinghausen Anfang 2018 mit einem neuen Ausbildungskurs für ehrenamtliche Beraterinnen und Berater. Achtzehn Monate dauert das umfangreiche Ausbildungsprogramm und umfasst 250 Stunden. Davor gibt es noch persönliche Gespräche und einen Informationstag, bei dem Interessierte in die Arbeit der Telefonseelsorge hineinschnuppern können.
Telefonseelsorge sucht Verstärkung  - Telefonseelsorge startet neuen Ausbildungskurs

Leitet die Telefonseelsorge in Recklinghausen: Pfarrerin Gunhild Vestner

Geleitet wird der neue Ausbildungskurs von Pfarrerin Gunhild Vestner, Leiterin der Telefonseelsorge Recklinghausen und Barbara Rode, die auf eine langjährige Erfahrung in der Arbeit der Telefonseelsorge blicken kann. Seit über dreißig Jahren ist sie ehrenamtlich in der Telefonseelsorge in der Telefon- und Chatberatung tätig. Beide haben auch eine Ausbildung als Supervisorin (DGSv). 

Die Ausbildung umfasst drei Phasen. In der ersten Phase geht es um Selbsterfahrung in der Auseinandersetzung mit der eigenen Person. „Nur wer in einem guten Kontakt mit sich selbst ist, kann auch in einen guten Kontakt mit den Anrufenden treten“, weist Pfarrerin Gunhild Vestner auf die Wichtigkeit dieser Phase hin. Methodische Hilfen zur Gesprächsführung werden in der zweiten Phase erarbeitet, um das Gespräch mit den Anrufenden zu gestalten. In der dritten Phase der Ausbildung erfolgt die langsame Einführung in die Praxis. Es werden eigenständig Beratungsgespräche am Telefon geführt, die durch regelmäßige Supervision begleitet werden.

Die Beraterinnen und Berater werden in einer Ausbildungsgruppe intensiv auf ihre Arbeit am Telefon vorbereitet. Es wird keine bestimmte Schul- oder Berufsausbildung vorausgesetzt. Gesucht werden Menschen mit entsprechendem Einfühlungsvermögen, die sich leicht in andere hineinversetzen können, einer guten Selbstwahrnehmung, Belastbarkeit, Interesse an psychosozialen Themen, – und zeitlicher Verfügbarkeit. Dabei wird das Interesse von Männern an der Ausbildung begrüßt, da sie nach wie vor in der Minderheit sind.  

Pfarrerin Gunhild Vestner macht den hohen Standard dieser qualifizierten Ausbildung deutlich. „Die Ausbildung bereichert einen selbst und führt zu einer Erweiterung der eigenen Fähigkeiten. Die gemachten Erfahrungen sind auch in anderen Bereichen nutzbar.“

Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Beraterin oder zum ehrenamtlichen Berater ist kostenfrei. Nach der Ausbildung wird eine Mitarbeit in der Telefonseelsorge erwartet. Neben Tagschichten gehören auch Nachtschichten dazu, da die Telefonseelsorge jeden Tag rund um die Uhr erreichbar ist. Es erfolgt eine fortlaufende Qualifizierung durch Fortbildung und Supervision in festen Gruppen sowie Fachvorträge und Fachtagungen zu psychosozialen Themen.

Weitere Informationen zur Ausbildung als ehrenamtliche Beraterin oder ehrenamtlicher Berater in der Telefonseelsorge finden Sie im Internet unter www.telefonseelsorge.re.

Text/Bild: uka

 

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