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Vergangenheit trifft auf Moderne - Webprojekt „BibleFace“ macht Selfie zum Textbild

KIRCHENKREIS – „BibleFace“ heißt das von Pfarrer Dr. Hans Hubbertz entwickelte interaktive Multimedia-Projekt zum Reformationsjubiläum 2017, das beim Kulturvolksfest zum Beginn der Ruhrfestspiele der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. „BibleFace“ transformiert das Selfie, das mit einem Bibelvers in Berührung kommt in ein Textbild. Es bringt den klassischen Buchdruck aus der Zeit Gutenbergs mit der Moderne des Smartphones in Verbindung.
Vergangenheit trifft auf Moderne - Webprojekt „BibleFace“ macht Selfie zum Textbild

Stellten das Web-Projekt „BibleFace“ vor: (v.l.) Pfarrer Dr. Hans Hubbertz, Pfarrer Gert Hofmann, Dirk Scharrelmann, Oliver Hermanns und Superintendentin Katrin Göckenjan.

Für das „BibleFace“-Projekt gibt es eine eigene Internetseite. Dort lädt man sein Selfie, sein Selbstportrait, per Smartphone hoch. Auf der Bibel-Datenbank der Deutschen Bibelgesellschaft sucht man sich einen Bibelvers aus und sendet ihn ab. Das Selfie wird jetzt in ein Textbild umgewandelt mit verschieden farbigen und unterschiedlich großen Buchstaben. Aus der Nähe ist eher der Text erkennbar, aus der Ferne mehr das Gesicht. Zu sehen sind die umgewandelten Selfies in einer Internetgalerie sowie auf vier Monitoren, die auf einem Stahlgestell befestigt sind, das von Dirk Scharrelmann von der Firma SZ Schacht- und Streckenausbau aus Recklinghausen gestiftet wurde. Er hatte bereits für den von Hans Hubbertz entwickelten Multitouch-Table die Konstruktion gebaut. Die Programmierung erfolgte durch Morton Jonuschat aus Haltern am See.

Der Buchdruck war zur Zeit Martin Luthers die revolutionäre Erfindung schlechthin. Ohne die Gutenbergpresse hätte es die Reformation vermutlich schwer gehabt, ist sich Hans Hubbertz sicher. Welche Medien Würde Martin Luther heute nutzen? „Kirche muss die modernen Medien wie das Internet und die sozialen Netzwerke nutzen, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen.“ Für den Pfarrer für Industrie- und Sozialarbeit und Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen ist es nicht das erste Projekt dieser Art, das er entwickelt hat. Bereits mit „BlinkenBible“ produzierte er mit einem Hochleistungslaser ausgesuchte Bibelsprüche auf das Sparkassen-Hochhaus in Marl und in einer Messehalle auf dem Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg. Und zuletzt am Reformationstag 2016 auf den Turm von St. Peter in Recklinghausen.

„Durch „BibleFace“ kam man beim Kulturvolksfest auf dem „Hügel“ auch mit Menschen in Kontakt, die sonst wenig bis nicht unbedingt etwas mit Kirche zu tun haben“, berichtete Pfarrer Gert Hofmann von zahlreichen positiven Begegnungen. Die Evangelische Kirche von Westfalen hat es auch auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin präsentiert. „BibleFace“ ist im Internet frei verfügbar und kann von jedem benutzt werden. Es ist einsetzbar im Schulunterricht, in der Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, auf Freizeiten und Gemeindefesten.

Text und Foto: uka

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