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Von evangelischer Unterweisung zur Kompetenz - Religionsunterricht im Wandel

KIRCHENKREIS – Mehr als 25 Jahre war Holm Schüler Schulreferent der Evangelischen Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen. Über all die Jahre war der beliebte Schulreferent als geschätzter Fachmann stets gefragt. Nach seiner Erfahrung hat der überwiegende Teil der Schulleitungen und Religionslehrerinnen und Religionslehrer ein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Der Religionsunterricht erfreut sich bei den Schülerinnen und Schülern insgesamt großer Beliebtheit, was sich auch in den geringen Abmeldezahlen ausdrückt.

Schüler hat seine Aufgabe immer als Schnittstelle zwischen Kirche und Schule in den beiden Kirchenkreisen mit über 200 Schulen und fast 1.000 Religionslehrerinnen und Religionslehrern gesehen. Besonders hob er die Arbeit der zwei Schulausschüsse mit ihren kompetenten und engagierten Mitgliedern als eine unverzichtbare Unterstützung des Schulreferats hervor.

 Holm Schüler entwickelte ein umfangreiches Angebot an Fortbildungen. Dabei sind besonders die Veranstaltungen mit Beate Leßmann hervorzuheben, die bundesweit die Säle mit dem von ihr entwickelten Konzept des „Freien Schreibens“ füllt. Studienreisen bildeten ein weiteres wichtiges Standbein, um Lehrerinnen und Lehrer miteinander in Kontakt zu bringen, aber auch Erfahrungen in anderen Ländern und Kulturen mit Schule und Religionsunterricht zu sammeln.

Verknüpft wird die Arbeit des Schulreferats mit der Mediothek im Haus des Kirchenkreises. Sie beinhaltet einen umfangreichen Bestand an religionspädagogischen Materialien. Dort erhalten Lehrerinnen und Lehrer, Pfarrerinnen und Pfarrer und weitere Interessierte Beratung und Bereitstellung unterstützender Materialien für Unterricht, Gottesdienst und Gemeindearbeit. Das Fortbildungs- und Beratungsangebot des Schulreferats und der Mediothek wird von den Lehrerinnen und Lehrern als Wertschätzung und Unterstützung angesehen und ist zumeist ökumenisch ausgerichtet.

Für den scheidenden Schulreferenten sind die großen Herausforderungen der näheren Zukunft, gerade im Ruhrgebiet, die konfessionelle Kooperation, das Verhältnis zum und die Frage von Zusammenarbeit mit dem islamischen Religionsunterricht sowie die religiöse Ansprache säkularisierter Schülerinnen und Schüler. „Evangelischer Religionsunterricht versetzt junge Menschen in die Lage, in ihrem Leben Gott die Ehre zu erweisen und verantwortungsvoll zu handeln. Er hilft Schülerinnen und Schülern, die für sie entscheidenden Fragen zu beantworten: Wo komme ich her? Vor wem habe ich mich zu verantworten? Wo gehe ich hin und was ist der Sinn des Lebens?“, so Holm Schüler. Die Aufgabe des Schulreferats werde zukünftig noch stärker darin bestehen, Gemeinde mit spirituellen Angeboten, dem Gefühl der Beheimatung und theologischen Diskussionsrunden für Lehrerinnen und Lehrer zu sein.

Für Holm Schüler ist der Dienst als Schulreferent eine interessante Aufgabe mit einer tollen Arbeit gewesen, die vielfältige Begegnungen und Erfahrungen ermöglicht und viel Freude bereitet habe.

Text und Foto: uka

 

 

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